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Lkw Ausfahrt des Oldtimer-Treffs- Münkeboe

Nunmehr zum 16. Male trafen sich die Giganten der Landstraße in Gewerbegebiet Schirum, um gemeinsam  den Vorfrühling in Ostfriesland zu genießen. Das Wetter war in diesem Jahr ein wenig rau, aber nicht ungewöhnlich, jedenfalls für die Eingeborenen.
117 Fahrzeuge aus dem nordwestdeutschen Raum hatten sich in Aurich eingefunden, um die landschaftlich reizvolle Strecke unter die Pneus zu nehmen, die unser Chef Sieben Philipps, wie immer, mit viel Herzblut ausgesucht hatte. Schlicht gesagt: Er kann das einfach. Na, ja, als ehemaliger Kapitän der Landstraße kennt er nicht nur „Gott und die Welt“ sondern auch die Straßen dorthin.

David und Goliath (v.re. n. li.)

So ging es gemütlich über Westerholt, an Bensersiel vorbei auf den Schützenplatz in Esens zur ersten Dieselpause. Hier hatte der interessierte Teilnehmer Gelegenheit, die „Neuzugänge“ und andere sehenswerte LKW-Veteranen zu beschnuppern oder zu fotografieren.
Über Neuharlingersiel, vorbei am Hafen, wo ehemals das LKW-Treffen stattfand, führte die Route weiter über Friedeburg nach Wiesmoor zum Ziel der Fahrt auf dem Gelände der Fa. Bohlen und Doyen. Dort erwarteten uns bereits Albert Kalkwarf, Matthias Ailts, Frerich Hinrichs und Bernd Redenius von der Oldeborger Feuerwehr mit etlichen anderen Helfern (-innen), um den gröbsten Hunger mit leckeren Schnitzeln, Bratkartoffeln und Wiebkes Kartoffelsalat zu stillen.

Krupp Mustang  ZGM

Begleitet hat uns, ebenfalls wie immer, die Motorradstaffel um Dieter Geiken auf BMW R50/2, die alle Kreuzungen für uns frei hielt und uns stets den richtigen Weg wies.
Auf dem Gelände von Bohlen und Doyen konnte man ein weiteres Mal die teilnehmenden Fahrzeuge begutachten.
Fangen wir einfach bei den „Kleinen“ an: 2 Setra S6 von Kässbohrer, voll verglast. mit herrlichem Auspuffsound. Ich kann mich noch gut an meine vorletzte Klassenfahrt erinnern, natürlich mit dem S6, bei der es jedes Mal heftigen Streit gab, wer, wann hinten links am Austellfenster über dem Endrohr des Henschel sitzen durfte.  Dann bergauf unter Vollast, runter schalten mit Zwischengas, bergab Motorbremse. Mann, das war Gänsehaut pur! Die Mädels fanden das gar nicht so spannend. Versteh ich bis heute nicht.
Als nächstes fällt der NFW-Bus aus Wilhelmshaven auf, der eine Deutzmaschine hat und 1954 gebaut worden ist. Sein Aufbau zeigt Anleihen aus dem Flugzeugbau in selbsttragender Bauweise. Er war verkauft worden und ist 1987 zurückgekauft und restauriert worden, ein absolutes Unikat.

Der NFW aus Wilhelmshaven

Oder der Berliet GLC (Frankreich)  FW Leiterwagen, Bj. ca. 1957, 4 Zylinder Diesel, 120 PS, dessen Besitzer ich leider nicht kennen gelernt habe. Vielleicht meldet er sich, wenn er diese Zeilen liest.

Natürlich dabei der herrlich farbenfrohe MB 312 Zug aus Verden (Besitzer Heinz Legenhausen), der Dressler Bier transportiert. Oder die  Magirus Uranus ZGM, Bj. 58, von Dirk Dankers, ein echter Dinosaurier mit mächtigem, luftgekühltem V12. Gefühlt war das Fabrikat Magirus ohnehin stark vertreten, vom Mercur mit 90 PS bis zum Uranus mit 250. Vielleicht liegt das einfach an einem damals rührigen Händler in unserem Bereich.
Der Büssing  5000 S von Bohlen und Doyen war ebenfalls  wieder dabei, Bj. 1949 und 105 PS. Sein Führerhaus ist noch aus Eschenholz  aufgebaut und mit Blech beplankt.
Heinz Bruns aus Scharrel fuhr gleich 3 Zugmaschinen auf, einen Mercedes 315, 145 PS von 1954, einen MAN F 8 mit V8 Diesel, 155 PS und den Krupp Mustang von 1955 mit dem bekannten 4-Zylinder 2-Takt Diesel. Und so weiter, u.s.w…. Man könnte stundenlang erzählen. Schaut doch einfach auf  Fotoserie unserer Homepage, um einen Überblick zu kriegen.
Ansonsten hoffe ich, Euch alle im nächsten Jahr gesund wieder zu sehen.

Euer Peter Pralle
(Schriftgelehrter)

Bilderserie LKW-Ausfahrt 2017